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Christoph Zachariae – Ödland Bd. 2 – Das Versteck im Moor

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zum Buch
Bei Büchern, bei denen mir der erste Teil bereits gut gefallen hat, habe ich bei den Folgebänden immer etwas Angst davor enttäuscht zu werden. Leider ist es ziemlich oft so, dass nach einem gelungenen ersten Band die Folgebände nicht mehr mithalten können. So habe ich mit gemischten Gefühlen mit dem zweiten Teil gestartet. Einerseits wollte ich natürlich wissen wie es weiter geht, andererseits hatte ich aber auch Angst, dass eine Folgebuch mit dem ersten Band nicht mithalten kann. Aber vorab, ich wurde nicht enttäuscht!

Das Buch hat mir noch besser gefallen, als der erste Band. Es hat mich über die gesamte Buchlänge hinweg in die Gesichte eintauchen lassen. Die Entwicklung von Mega hat mir unwahrscheinlich gut gefallen. Das Buch gibt dem Leser auch an vielen Stellen Anreize über seine eigenen moralischen Vorstellungen nachzudenken (Was wäre wenn? Wie würde ich mich in einer solchen Situation verhalten? So moralisch, wie ich immer tue? Oder vielleicht doch nicht?)

Der Inhalt baut gut auf dem ersten Band der Reihe auf und es werden einige (aber natürlich nicht alle) Fragen aus dem ersten Teil beantwortet.

Leider besteht wie beim ersten Teil auch wieder ein gemeiner Cliffhänger am Ende des Buches. Diesmal sogar noch mieser als beim ersten Band, wie ich finde, wobei ich mir die Richtung des Endes schon im ersten Band gewünscht habe;-)

Damit heißt es nun warten auf den dritten Teil der Serie.

Mein Fazit für dieses Buch lautet: Eine absolute Kaufempfehlung für Leute die auf Dystopien abfahren und auf Spannung stehen!

Christoph Zachariae – Das Ödland Bd. 1 – Der Keller

cover

Kurzbeschreibung Amazon:

Die Welt, wie wir sie kannten, existiert nicht mehr. Sie ging vor vierzig Jahren unter. Aus Ressourcenknappheiten wurden Verteilungskämpfe, aus regionalen Konflikten Flächenbrände. Das Kartenhaus Zivilisation brach zusammen. Vom Land und von den Städten blieben nur Wüsten und Ruinen übrig: Das ÖDLAND. Die Überlebenden rotteten sich zusammen und zogen sich in abgeschiedene Enklaven zurück, in versteckte Keller, alte Bergwerke, verbarrikadierte Dörfer und unzugängliche Stadtteile, versuchten nicht entdeckt zu werden und zu überleben.
Denn durch die verwüsteten Landstriche zogen bewaffnete Banden. Auf der Suche nach Essbarem griffen sie jeden an, der ihnen in die Quere kam und machten das Ödland zu einem Ort, den niemand freiwillig betrat.

Mega, ein neunzehnjähriges Mädchen, wächst in einer Enklave auf. In einem Heizungskeller unter einer verfallenen Universität. Die junge Frau hat einen Traum: Eines Tages will sie den Keller verlassen und die Welt erkunden, denn die muffige Enge lässt sie die Betonmauern hochgehen und das ewige Stillsein und Verstecken entspricht überhaupt nicht ihrem Wesen.

Erzählt wird Megas Reise durch das ÖDLAND zu den Ursprüngen ihrer Existenz, denn Mega hat nie vergessen, dass sie nicht im Keller geboren wurde.

Meine Meinung:

Nachdem ich mir die Kurzbeschreibung durchgelesen hatte, war schnell klar, dass ich das Buch unbedingt lesen muss. Ich habe eine spannende, gut geschriebende Dystopie erwartet und die habe ich auch bekommen.

Anfangs dachte ich, es handelt sich bei dem Buch um ein Jugendbuch, da Mega, die Protagnisten, erst neunzehn Jahre alt ist. Dies ist aber nicht so! Es handelt sich um ein Buch für Erwachsene. Dies ist auch gerechtfertigt, da in dem Buch einige (für ein Jugendbuch zu) brutale Szenen enthalten sind.
Nichtsdestotrotz hebt sich das Buch aber vor allem durch seine, das ganze Buch überdauernde, Spannungskurve (oder hier wohl eher eine Spannungslinie) hervor. Ich habe von der ersten bis zur letzten Seite mitgefiebert. Was sehr bemerkenswert ist, da in dem Buch zeitweise eigentlich gar nicht übermäßig viel passiert. Es ist vor allem der Schreibstil und die vielen Fragen, die diese neu geschaffende Zukunftswelt und vor allem auch die Hauptperson selber, aufwerfen.
Leider erfährt man kaum etwas über die Katastrophe, die zu dieser neuen, düsteren Welt geführt hat. Es werden immer mal wieder Andeutungen in dem Buch gemacht, die jedoch eher noch mehr Fragen aufwerfen.
Da insgesamt vier Bücher dieser Reihe erscheinen sollen, ist dies natürlich verständlich, es soll ja schließlich spannend bleiben;-)

Ich kann das Buch jedem der gerne dystopische Romane liest und nicht zu zartbesaitet ist vollends empfehlen. Mir hat es jedenfalls sehr gut gefallen und ich bin gespannt, wie sich die Geschichte und vor allem auch die Personen in dem Buch weiterentwickeln werden. Lediglich der Cliffhanger am Ende des Buches war SEHR gemein;-)
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